Seminar für Gruppenanalyse Zürich

Selbstverständnis des SGAZ

Das SGAZ wurde 1981 von TeilnehmerInnen des Psychoanalytischen Seminars Zürich gegründet. Den Anstoss dazu gab der Mangel an qualifizierter Weiterbildung in analy­tischer Gruppentherapie, welche als wirksames psychotherapeutisches Verfahren in den klinischen Institutionen zunehmend praktiziert wurde.

Das Weiterbildungsinstitut SGAZ widmet sich der Pflege, Weitergabe und Weiter­entwicklung der Gruppenanalytischen Theorie und Praxis nach S.H. Foulkes (1898–1976). Der Weiterbildungsgang richtet sich an ÄrztInnen und PsychologInnen. Zur Fortbildung bietet das SGAZ auch Interessierten aus anderen Berufsgruppen die Möglichkeit, die gruppenanalytische Methode kennenzulernen. Mit seinem inter­nationalen Team der WeiterbildnerInnen und den aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammenden TeilnehmerInnen der Weiterbildung strebt das SGAZ bewusst die Förderung eines interkulturellen Diskurses an.

Die Weiterbildung basiert auf den europäischen Standards gruppenanalytischer Institute und umfasst Selbsterfahrung, Theorievermittlung und Supervision. Besonderes Gewicht kommt der Selbsterfahrung im gruppenanalytischen Setting zu als not­wendiges Fundament für das Erlernen und Integrieren von methodischem und klinischem Wissen.

Zur basisdemokratischen Organisation des Instituts gehört die Partizipation aller Mitglieder an institutionellen Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen. Hierin liegt ein besonderes Potential. Gruppenprozesse können in unterschiedlichen Zusammen­hängen erfahren und kritisch reflektiert werden, so beispielsweise auch in der jährlich stattfindenden Institutsgrossgruppe, die dem Reflektieren unbewusster Prozesse innerhalb des SGAZ dient. Die Verbindung von individuellen und gesellschaftlichen Themen, deren Relevanz auch im klinisch-therapeutischen Rahmen unbestritten ist, wird auf diese Weise besonders gepflegt.