28. SGAZ-Workshop
«Gruppenanalyse erfahren – Workshop zur Einführung in die Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes»
10. – 11. Oktober 2026 in Zürich
Der Workshop bietet die Möglichkeit, die gruppenanalytische Methode durch Selbsterfahrung in der Klein- und Grossgruppe, durch eine Supervisionssitzung und durch ein Einführungsreferat zur Gruppenanalyse und ihrer klinischen Anwendung kennenzulernen.
Der Workshop richtet sich an Psycholog*innen, Ärzt*innen und Interessierte anderer Berufe und Wissenschaften, die mit Gruppen arbeiten oder an Gruppenprozessen interessiert sind. Der Workshop eignet sich auch als Schnupperkurs für den Einstieg in die gruppenanalytische Weiterbildung am SGAZ und kann mehrmals besucht werden.
ORGANISATION
Colette Guillaumier und Katarzyna Swita
KOSTEN
Normalpreis: CHF 360 / € 360
Frühbucherpreis: CHF 310.–/€ 310 bei Zahlungseingang bis 24. April 2026
Supervisions-Workshop
in Gruppenanalytischer Fallrekonstruktion
25. und 26. April 2026, Zürich
Die Gruppenanalytische Fallrekonstruktion ist eine spezielle Form von Supervision, die mit einer strukturierten Vorgehensweise die Komplexität einer Gruppensituation entschlüsselt. Die Methode fördert das nonverbale Verständnis, die Wahrnehmung des Subtextes einer Gruppe sowie das Hören auf der latenten Ebene der Protokollant*innen und der Teilnehmer*innen der Rekonstruktionsgruppe.
ZIELPUBLIKUM
Der Workshop richtet sich an Gruppenanalytiker*innen in und nach der Weiterbildung, an Psychoanalytiker*innen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an psychoanalytisch orientierte wissenschaftlich Forschende und Lehrende und alle Interessierten, die mit und über Gruppen arbeiten.
Für das Wochenende wird eine Bescheinigung ausgestellt (13 Credits).
ORGANISATION
Markus Brunner, Gudrun Maierhof, Sonja Wuhrmann
KOSTEN
CHF 350 / € 350
CirclePeers
Seminar zur Vertiefung gruppenanalytischer Theorie und Praxis
25. – 27. September 2026 in Frankfurt am Main
Tanzen auf der Grenze.
Führung, Leitung und Autorität in gruppenanalytischen Gruppen
Nachdem wir uns im letzten Circle Peers mit der Lust an der Überschreitung beschäftigt haben, sollen in diesem Jahr Fragen von Begrenzung und Ermöglichung auf der Ebene von Führung, Leitung und Autorität in Gruppen im Fokus stehen.
Was bedeuten Führung und Autorität im Kontext von Gruppenleitung?
Dabei möchten wir uns diesen Begriffen aus der Perspektive der Leitung, aber auch bzgl. ihren Auswirkungen auf die Dynamik der Gruppe nähern. Autorität ist ein dynamischer Begriff, der mit Erwartungen einhergeht, die formell oder informell von der Gruppe an die Person geknüpft sind. Werden diese Erwartungen enttäuscht, so besteht die Gefahr, der Autorität verlustig zu gehen.
Führung hingegen verlangt, Erwartungen immer wieder zu durchbrechen, indem diese Position einem Tanz auf der Grenze gleich zu kommen scheint.
Beide, Gruppe und Führungsperson, müssen Enttäuschungen aushalten. Eben diesen Fragen möchten wir in verschiedenen Dimensionen nachgehen, sei es in Gruppen einer Organisation, in Supervisions oder auch in therapeutischen Gruppen.
Zielpublikum
Das Seminar richtet sich an Gruppenanalytiker:innen, psychodynamisch arbeitende Supervisor:innen, Coaches und Berater:innen und an gruppenanalytischem Arbeiten interessierte Teilnehmer:innen.
Durchführungsort: Frankfurt University of Applied Sciences, 60318 Frankfurt am Main, Nibelungenplatz 1
Kosten: CHF 350/€ 350
Stornierungsfrist:
Bis 15. August 2026 Rückerstattung (abzüglich Bearbeitungsgebühr CHF 25.–/€ 25)
Das Advanced Seminar des SGAZ bietet GruppenanalytikerInnen ein Forum zum kollegialen Austausch und zur Vertiefung gruppenanalytischer Praxis an. Es findet einmal jährlich jeweils an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz statt.
Getragen wird das Seminar vom SGAZ. Mitglieder des SGAZ organisieren und leiten es.
Jeweils ein Input und ein Kurzvortrag sind Impulse für die fachliche Diskussion. In kleinen, geleiteten Intervisionsgruppen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, aus ihren Arbeitsfeldern in und mit Gruppen Vignetten einzubringen und in der Intervisionsgruppe zu bearbeiten. Die täglich stattfindenden Mediangruppen bieten weiteren Raum für Austausch und gemeinsames Nachdenken.
Eingeladen sind alle Interessierten mit abgeschlossener gruppenanalytischer Selbsterfahrung (mit und ohne SGAZ-Abschluss). Weil wir das Seminar in Präsenz durchführen, wird die Teilnehmerzahl begrenzt und an die Pandemiebedingungen angepasst werden.
Das Advanced Seminar ist eine Fortbildung, die von den deutschen Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammern, FMH und SBAP zertifiziert wird.
Postgraduate Seminar
Schmerz und Liebe in der Gruppe
4. bis 6. Dezember 2026, Zürich
Wenn Menschen miteinander verbunden sind, wenn sich Nähe, wenn sich Liebe entfaltet, entsteht auch Schmerz.
Liebe ist selten schmerzfrei und Schmerz gebiert zuweilen Liebe.
In der Gruppe sind Liebe und Schmerz aufeinander bezogen.
Wie schaffen wir den Raum, in dem die Gruppenmitglieder Liebe und Schmerz erfahren und erkunden können?
Wenn die Einzelnen sich zunehmend sicher und gehalten fühlen, entsteht Vertrauen in die Gruppe. Im Zuhören, Mitfühlen, im Stillen dabei Sein, Hinterfragen, kritisch Konfrontieren entsteht ein Miteinander.
Liebe als auch Schmerz kann so getragen werden.
Dennoch können Liebe und Schmerz eine Gruppe sprengen.
Schmerz in der Gruppe kann Unerträglichkeit auf die Spitze treiben.
Und zugleich kann dies die besten Fähigkeiten der Gruppe zur Entfaltung bringen.
In die Matrix der Gruppe gehen die Schmerzen und Liebeserfahrungen aller Gruppenmitglieder ein. Die glücklichen. Die unglücklichen. Die Erfahrung eines Einzelnen kann die ganze Gruppe erfassen. Diese Vielfalt – selbst, wenn sie nur leise anklingt – birgt das Potential für Neues.
Gruppe kann beides. Sie kann helfen, Liebe entstehen zu lassen, und sie kann Schmerz zu etwas Erträglichem wandeln.
Arbeitet die Gruppe vielleicht stets genau daran, die Schmerzen und die Liebe zwischen den Menschen erlebbar zu machen?
Ist Gruppenteilnahme vielleicht die beste Weise, Liebesfähigkeit zu entwickeln – dort, wo es ihr mangelt?
Und ist sie zugleich ein Geburtshelfer für Schmerzempfindungsfähigkeit?
Wie kann es gelingen, dass in unseren Gruppen Liebe und Schmerz nicht vermieden werden müssen, sondern sich im Gegenteil zeigen können?
Wie kann es gelingen, eine Balance zwischen Erfahrungen von Liebe und Schmerz zu finden, damit alte und aktualisierte Erfahrungen geteilt, gehalten und transformiert werden können?
Mit diesen Fragen wollen wir uns, wie immer gemeinsam, in diesem PG auseinandersetzen.
Die Postgraduate-Seminare des SGAZ stehen ausgebildeten GruppenanalytikerInnen offen. Sie verstehen sich als Ort der fachlichen Auseinandersetzung und sollen ein Forum sein, in dem die eigene Berufserfahrung als GruppenanalytikerIn reflektiert werden kann und das der beruflichen Weiterbildung dient.
Ziel der Seminare ist, die Theorie-Praxis-Spannung gruppenanalytisch zu untersuchen und zu diskutieren.
Die Seminare werden organisiert und geleitet durch Doris Wirth-Limmer (Bergtheim) und Georg Hess (Zürich) und Pieter Hutz (Berlin). Heribert Knott (Stuttgart) leitet die Gesamtgruppe.
Teilnehmerkreis
Das Postgraduate Seminar des SGAZ (Seminar für Gruppenanalyse Zürich) findet einmal im Jahr statt als Arbeitstreffen für GruppenanalytikerInnen Foulkes’scher Prägung. Ein formeller Abschluss ist für die Teilnahme nicht notwendig, hingegen ein Selbstverständnis, mit diesem Gruppenkonzept zu arbeiten.
Das Seminar als Forum
Das Seminar ist ein Begegnungsraum und Forum der fachlichen Auseinandersetzung, in dem die TeilnehmerInnen ihre Berufserfahrung, ihre jeweils unterschiedlichen Anwendungen der Gruppenanalyse und ihre Identität als GruppenanalytikerInnen reflektieren. Aus der Differenzierung entsteht Bewegung. Es hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit von GruppenanalytikerInnen aller grossen deutschsprachigen Gruppenanalytischen Ausbildungs-Institute (GRAS, IGA Heidelberg, Altaussee, Münster, SGAZ) entwickelt.
Getragen wird das Postgraduate Seminar vom SGAZ und geleitet von Gruppenanalytikern des SGAZ.
TeilnehmerInnen vorangegangener Seminare werden jeweils angefragt für Kurzvorträge, die als Denkanstösse dienen für eine gemeinsame Auseinandersetzung zum heutigen Stand gruppenanalytischen Arbeitens. So entsteht eine Kontinuität, die indes offen dafür ist, dass in jedem Jahr auch neue TeilnehmerInnen willkommen sind.
Kollegiale Supervision
In kleinen geleiteten Supervisionsgruppen haben alle TeilnehmerInnen Gelegenheit, Gruppen aus ihren Arbeitsfeldern oder ein Thema, das sie in der Praxis bewegt, vorzustellen und zu bearbeiten.
