Veranstaltungen

26. SGAZ-Workshop

«Gruppenanalyse erfahren – Workshop zur Einführung in die Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes»
5. – 6. Oktober 2024 in Zürich

Der Workshop bietet die Möglichkeit, die gruppenanalytische Methode durch Selbsterfahrung in der Klein- und Grossgruppe, durch eine Supervisionssitzung und durch ein Einführungsreferat zur Gruppenanalyse und ihrer klinischen Anwendung kennenzulernen.

Der Workshop richtet sich an Psycholog*innen, Ärzt*innen und Interessierte anderer Berufe und Wissenschaften, die mit Gruppen arbeiten oder an Gruppenprozessen interessiert sind. Der Workshop eignet sich auch als Schnupperkurs für den Einstieg in die gruppenanalytische Weiterbildung am SGAZ und kann mehrmals besucht werden.

ORGANISATION
Colette Guillaumier und Katarzyna Swita

KOSTEN
CHF 360.– / € 331  (Frühbuchungspreis: CHF 310.– / € 285, Zahlungseingang bis 30. Juni)

Supervisions-Workshop

in Gruppenanalytischer Fallrekonstruktion
20. und 21. April 2024, Zürich

Die Gruppenanalytische Fallrekonstruktion ist eine spezielle Form von Supervision, die mit einer strukturierten Vorgehensweise die Komplexität einer Gruppensituation entschlüsselt. Die Methode fördert das nonverbale Verständnis, die Wahrnehmung des Subtextes einer Gruppe sowie das Hören auf der latenten Ebene der Protokollant*innen und der Teilnehmer*innen der Rekonstruktionsgruppe.

ZIELPUBLIKUM

Der Workshop richtet sich an Gruppenanalytiker*innen in und nach der Weiterbildung, an Psychoanalytiker*innen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an psychoanalytisch orientierte wissenschaftlich Forschende und Lehrende und alle Interessierten, die mit und über Gruppen arbeiten.

Für das Wochenende wird eine Bescheinigung ausgestellt (13 Credits).

ORGANISATION

Jochen Bonz, Markus Brunner, Nicole Burgermeister, Marlene Stölzl, Sonja Wuhrmann

KOSTEN

CHF 350 / € 350

CirclePeers
Seminar zur Vertiefung gruppenanalytischer Theorie und Praxis

4. – 6. Oktober 2024, Frankfurt University of Applied Sciences

Träumen in Gruppen – Gruppenträume
«Dreamtelling»

Das diesjährige Seminar widmet sich nochmals der Traumarbeit. Nach «Social Dreaming» im letzten Jahr nun «Dreamtelling». Wie können wir mit Träumen in Gruppen arbeiten und welche Konzepte liegen dazu vor? «Social Dreaming» beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Prozessen, die durch Traumerzählungen in der Gruppe sichtbar werden. «Dreamtelling» hingegen entspricht einem Gruppendialog, der sich durch die gemeinsame Arbeit an einem Traum entwickelt. Dabei wird sowohl dem Individuum als auch der Gruppe als Ganze Beachtung geschenkt.

Um die Unterschiede zwischen «Social Dreaming» und «Dreamtelling» herauszuarbeiten, werden wir am Samstag mit einer Sozialen Traum-Matrix beginnen, um in den folgenden beiden Mediangruppen methodisch mit «Dreamtelling» zu arbeiten. Entsprechend des veränderten Konzepts des Seminars, das sich auch im neuen Namen spiegelt, werden wir das Thema in Gruppendiskussionen vertiefen und vorgängig Textmaterial dazu verschicken. Die geleiteten Intervisionsgruppen sind thematisch nicht festgelegt und beschäftigen sich mit dem Material, das die Teilnehmer:innen einbringen.

Eine kurze Geschichte des Seminars

Das Seminar wird von Mitgliedern des SGAZ seit 2015 veranstaltet. Der Gründungsgedanke war, Mitgliedern nach Abschluss der Selbsterfahrung die Möglichkeit einer vertieften Weiterbildung ausserhalb der Schweiz zu bieten.

Das «Advanced», unter diesem Namen wurde das Seminar ins Leben gerufen und bis zum letzten Jahr durchgeführt, entstand als Pendant zum «Postgraduate Seminar», das seit 1998 jährlich in Zürich stattfindet. Für die Umbenennung des Seminars in CirclePeers haben wir uns entschieden, weil wir die ursprüngliche Idee einer postgradualen Weiterbildung verändert haben.

So möchte CirclePeers all diejenigen ansprechen, die sich für gruppenanalytisches Arbeiten interessieren, unabhängig von Weiterbildungsstand oder beruflichem Hintergrund. Der Schwerpunkt der Auseinandersetzung mit dem Leitthema liegt dabei im kollegialen Austausch zwischen Peers. Das gemeinsame Lernen umfasst die theoretische Vertiefung in Diskussionsgruppen, Selbsterfahrung in Mediangruppen sowie geleitete Intervisionsgruppen, in denen alle Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Vignetten aus ihrer Arbeit einzubringen und zu bearbeiten.

Zielpublikum

Das Seminar richtet sich an Gruppenanalytiker:innen, psychodynamisch arbeitende Supervisor:innen, Coaches und Berater:innen und an gruppenanalytischem Arbeiten interessierte Teilnehmer:innen.

Durchführungsort: Frankfurt University of Applied Sciences, 60318 Frankfurt am Main, Nibelungenplatz 1

Anfahrt

Kosten: CHF 350/€ 350 (Annullierung: kostenfrei bis Ende August 2024)

Das Advanced Seminar des SGAZ bietet GruppenanalytikerInnen ein Forum zum kollegialen Austausch und zur Vertiefung gruppenanalytischer Praxis an. Es findet einmal jährlich jeweils an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz statt.

Getragen wird das Seminar vom SGAZ. Mitglieder des SGAZ organisieren und leiten es.

Jeweils ein Input und ein Kurzvortrag sind Impulse für die fachliche Diskussion. In kleinen, geleiteten Intervisionsgruppen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, aus ihren Arbeitsfeldern in und mit Gruppen Vignetten einzubringen und in der Intervisionsgruppe zu bearbeiten. Die täglich stattfindenden Mediangruppen bieten weiteren Raum für Austausch und gemeinsames Nachdenken.

Eingeladen sind alle Interessierten mit abgeschlossener gruppenanalytischer Selbsterfahrung (mit und ohne SGAZ-Abschluss). Weil wir das Seminar in Präsenz durchführen, wird die Teilnehmerzahl begrenzt und an die Pandemiebedingungen angepasst werden.

Das Advanced Seminar ist eine Fortbildung, die von den deutschen Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammern, FMH und SBAP zertifiziert wird.

Postgraduate Seminar

«Das Wagnis des Ungewissen. Verwirrung und Verstehen im gruppenanalytischen Prozess»
8. bis 10. Dezember 2023, Zürich

So wie wir nach einer Fahrt durch dichten Nebel aufatmen, wenn sich die Welt wieder zeigt, sind wir im therapeutischen Geschehen erleichtert, wenn Verwirrung überwunden ist und wir ‹verstehen›.

Unsere Verwirrung im Gruppenprozess kann ein Überwindenwollen regelrecht antreiben.

Übertreiben wir es dabei, behindern wir den Prozess zwischen der Gruppe und uns: Vielleicht wehren wir uns gegen etwas, was uns im Nichtverstehen verborgen bleibt.

Finden wir dann einen Weg zwischen Ungestüm und Zaudern mit dem, was uns verborgen bleibt und uns gleichwohl berührt?

Oft ist es das unverstanden Intime, das uns intensiv berührt.

Wie können wir die Verwirrung vertragen?

Wir begegnen auch uns selbst, wenn wir auf die Gruppe reagieren.

Können wir Angst vor Orientierungslosigkeit und vor Verlorensein in der Gruppe aushalten?

Verzweiflung am Leiden, Erfahrung gemeinsamer «Hineinsicht», Empfindungen von Liebe können uns motivieren, die Risiken von Verwirrung einzugehen.

Die Suche nach Dialog, der Wunsch, sich mit dem Gegenüber zu verbinden und Einsamkeit zu überwinden, treiben uns an.

Nehmen wir Verwirrung an – und die Erfahrung, uns mit ihr allein zu fühlen, sind dies Schritte zum Verstehen.

Auch wenn es sprachlich nicht mitgeteilt wird, entsteht es aus dem Zwischen der Gruppe: Über geteilte Gefühle, Bilder und Körperempfindungen findet das Verstehen ins Hören und Sprechen.

Das Wagnis, sich auf die Gegenwart der Gruppe einzulassen, bereitet so die Möglichkeit gemeinsamer Einsichten, welche aus der Bewegung entstehen.

Der vorübergehende Verlust des Verstehens ist dafür unerlässlich.

Die Postgraduate-Seminare des SGAZ stehen ausgebildeten GruppenanalytikerInnen offen. Sie verstehen sich als Ort der fachlichen Auseinandersetzung und sollen ein Forum sein, in dem die eigene Berufserfahrung als GruppenanalytikerIn reflektiert werden kann und das der beruflichen Weiterbildung dient.

Ziel der Seminare ist, die Theorie-Praxis-Spannung gruppenanalytisch zu untersuchen und zu diskutieren.

Die Seminare werden organisiert und geleitet durch Doris Wirth-Limmer (Bergtheim) und Georg Hess (Zürich) und Pieter Hutz (Berlin). Heribert Knott (Stuttgart) leitet die Gesamtgruppe.

Teilnehmerkreis
Das Postgraduate Seminar des SGAZ (Seminar für Gruppenanalyse Zürich) findet einmal im Jahr statt als Arbeitstreffen für GruppenanalytikerInnen Foulkes’scher Prägung. Ein formeller Abschluss ist für die Teilnahme nicht notwendig, hingegen ein Selbstverständnis, mit diesem Gruppenkonzept zu arbeiten.

Das Seminar als Forum
Das Seminar ist ein Begegnungsraum und Forum der fachlichen Auseinandersetzung, in dem die TeilnehmerInnen ihre Berufserfahrung, ihre jeweils unterschiedlichen Anwendungen der Gruppenanalyse und ihre Identität als GruppenanalytikerInnen reflektieren. Aus der Differenzierung entsteht Bewegung. Es hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit von GruppenanalytikerInnen aller grossen deutschsprachigen Gruppenanalytischen Ausbildungs-Institute (GRAS, IGA Heidelberg, Altaussee, Münster, SGAZ) entwickelt.

Getragen wird das Postgraduate Seminar vom SGAZ und geleitet von Gruppenanalytikern des SGAZ.

TeilnehmerInnen vorangegangener Seminare werden jeweils angefragt für Kurzvorträge, die als Denkanstösse dienen für eine gemeinsame Auseinandersetzung zum heutigen Stand gruppenanalytischen Arbeitens. So entsteht eine Kontinuität, die indes offen dafür ist, dass in jedem Jahr auch neue TeilnehmerInnen willkommen sind.

Kollegiale Supervision
In kleinen geleiteten Supervisionsgruppen haben alle TeilnehmerInnen Gelegenheit, Gruppen aus ihren Arbeitsfeldern oder ein Thema, das sie in der Praxis bewegt, vorzustellen und zu bearbeiten.