Veranstaltungen

25. SGAZ-Workshop

«Gruppenanalyse erfahren – Workshop zur Einführung in die Gruppenanalyse nach S.H. Foulkes»
7. – 8. Oktober 2023 in Zürich

Der Workshop bietet die Möglichkeit, die gruppenanalytische Methode durch Selbsterfahrung in der Klein- und Grossgruppe, durch eine Supervisionssitzung und durch ein Einführungsreferat zur Gruppenanalyse und ihrer klinischen Anwendung kennenzulernen.

Der Workshop richtet sich an Psycholog*innen, Ärzt*innen und Interessierte anderer Berufe und Wissenschaften, die mit Gruppen arbeiten oder an Gruppenprozessen interessiert sind. Der Workshop eignet sich auch als Schnupperkurs für den Einstieg in die gruppenanalytische Weiterbildung am SGAZ und kann mehrmals besucht werden.

ORGANISATION
Colette Guillaumier und Katarzyna Swita

KOSTEN
CHF 360.– / € 331  (Frühbuchungspreis: CHF 310.– / € 285, Zahlungseingang bis 30. Juni)

Supervisions-Workshop

in Gruppenanalytischer Fallrekonstruktion
15. und 16. April 2023, Zürich

Die Gruppenanalytische Fallrekonstruktion ist eine spezielle Form von Supervision, die mit einer strukturierten Vorgehensweise die Komplexität einer Gruppensituation entschlüsselt. Die Methode fördert das nonverbale Verständnis, die Wahrnehmung des Subtextes einer Gruppe sowie das Hören auf der latenten Ebene der Protokollant*innen und der Teilnehmer*innen der Rekonstruktionsgruppe.

ZIELPUBLIKUM

Der Workshop richtet sich an Gruppenanalytiker*innen in und nach der Weiterbildung, an Psychoanalytiker*innen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an psychoanalytisch orientierte wissenschaftlich Forschende und Lehrende und alle Interessierten, die mit und über Gruppen arbeiten.

Für das Wochenende wird eine Bescheinigung ausgestellt (13 Credits).

ORGANISATION

Jochen Bonz, Markus Brunner, Nicole Burgermeister, Marlene Stölzl, Sonja Wuhrmann

KOSTEN

CHF 310.– / € 295

Advanced Seminar

«Resonanz – Konzept oder Phänomen?»
11.-13. November 2022 in Hamburg

Mit unserer Frage «Resonanz – Konzept oder Phänomen?» möchten wir das Thema des 7. Advanced Seminars vom September 2021 mit dem Titel «Sehnsucht nach Resonanz» nochmals aufgreifen, den Terminus als solchen hinterfragen und über seine Bedeutung in der Praxis unseres gruppenanalytischen Alltags nachdenken.

Grundlage unseres Nachdenkens ist vor allem ein Text von S. H. Foulkes über «Notes on the concept of resonance», der 1977, ein Jahr nach seinem Tod, veröffentlicht wurde. In diesem Text beschreibt Foulkes Resonanz als ein Konzept, das im Einzelsetting unter dem «Schirm» von Übertragung und Gegenübertragung steht, aber in der analytischen Gruppe als bloßes Phänomen in Erscheinung treten kann. Resonanz stellt er als «unbewusste, sehr spezifische und besondere Reaktion» und «Antwort auf einen Stimulus» aus der Gruppe dar. Resonanz bedeute, wie wir Individuen auf die Gruppe reagieren, eben «in the key» to which we are «attuned», in our «specific personality structure» we are set. Dies geschähe instinktiv und unvermeidlich und eben ganz anders als im Einzelsetting (1977, S. 298f.). In der gruppenana- lytischen Gruppe reagieren die Individuen in sehr verschiedener Weise aufeinander, gleichzeitig und reziprok, aber auch – so Foulkes – auf die Gruppe als Ganzes und im Speziellen auf die Gruppenleitung, die wiederum von ihrer Resonanz beeinflusst wird (S. 299).

Wie können wir Resonanz beschreiben? Als ein Konzept – ganz im Foiulkes’schen Sinne – oder als Phänomen, das in der analytischen Gruppe eine bedeutende Rolle spielt und gemeinsam entschlüsselt werden kann? Was bedeutet Resonanz ganz konkret in der Praxis unseres gruppenanalytischen Alltags?

Wir möchten Euch einladen, gemeinsam darüber nachzudenken und auf diese Weise dem Advanced-Seminar eine Art Werkstattcharakter zu verleihen. Geplant ist, einen kurzen Input zum Thema zu geben und dann in verschiedenen Arbeitsgruppen über die Frage «Resonanz – Konzept oder Phänomen?» zu reflektieren.

Kosten: CHF 320/€ 305
Veranstaltungsort: Michael-Balint-Institut

Das Advanced Seminar des SGAZ bietet GruppenanalytikerInnen ein Forum zum kollegialen Austausch und zur Vertiefung gruppenanalytischer Praxis an. Es findet einmal jährlich jeweils an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz statt.

Getragen wird das Seminar vom SGAZ. Mitglieder des SGAZ organisieren und leiten es.

Jeweils ein Input und ein Kurzvortrag sind Impulse für die fachliche Diskussion. In kleinen, geleiteten Intervisionsgruppen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, aus ihren Arbeitsfeldern in und mit Gruppen Vignetten einzubringen und in der Intervisionsgruppe zu bearbeiten. Die täglich stattfindenden Mediangruppen bieten weiteren Raum für Austausch und gemeinsames Nachdenken.

Eingeladen sind alle Interessierten mit abgeschlossener gruppenanalytischer Selbsterfahrung (mit und ohne SGAZ-Abschluss). Weil wir das Seminar in Präsenz durchführen, wird die Teilnehmerzahl begrenzt und an die Pandemiebedingungen angepasst werden.

Das Advanced Seminar ist eine Fortbildung, die von den deutschen Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammern, FMH und SBAP zertifiziert wird.

Postgraduate Seminar

«Sprechen – Hören – Pause»
2. bis 4. Dezember 2022, Zürich

Wir sprechen, wir hören – es entsteht eine Pause.

Es ist diese sinnliche Trias, in der wir uns, den Austausch mit den Andern suchend, bewegen. Von der Weise der Pause hängt ab, was weiter gesprochen wird oder unausgesprochen bleibt.

Sprechen und Hören schliessen sich gegenseitig aus – der Pause dazwischen könn(t)en wir uns anvertrauen. Erst in der Pause erweisen sich Sprechen und Hören als wirksam. Sie ist nicht Stille, nicht Schweigen; sie ist Erholung von Gesprochenem, von Gehörtem und Gefühltem, und sie ist es, die Gesprochenes fruchtbar macht. In der Pause können wir den nonverbalen Austausch des Gruppenkörpers besser wahrnehmen – wenn wir ihn zulassen können. Oft muss die Pause errungen oder ertragen werden.

Die Pause führt die Schweigenden in eigene Seelen-tiefen, in inneres Sprechen, Nachfühlen, Nachhören und Vorausdenken. Sie kann sich anfühlen, als wären wir heimgekommen, oder aber als Druck und Verwirrung; oder wie eine Presswehe, wenn Gefühle und Gedanken in die Gruppe drängen. Wir fühlen uns in Pausen manchmal verbunden und manchmal isoliert.

Die Pause ist selten eine gleiche von Allen – auch in ihr entfaltet sich Verschiedenheit. Wann fühlen wir uns in sie hineingeworfen und wann suchen wir sie? Der Zugang zum Unbewussten ist in allem gleichermaßen: in der Pause, im Sprechen, im Hören.

Wie suchen wir den Rhythmus von Sprechen-Hören-Pause zu beeinflussen? Wie ergeht es uns beim Leiten und wieweit können wir das Schweigen, diese äussere Manifestation von Pause, fruchtbar machen? Geschieht sie uns oder können wir aktiv «pausieren»?

In diesem Postgraduate Seminar möchten wir diesen Fragen und ihrer Bedeutung für die gruppen-analytische Arbeitsweise nachgehen.

Die Postgraduate-Seminare des SGAZ stehen ausgebildeten GruppenanalytikerInnen offen. Sie verstehen sich als Ort der fachlichen Auseinandersetzung und sollen ein Forum sein, in dem die eigene Berufserfahrung als GruppenanalytikerIn reflektiert werden kann und das der beruflichen Weiterbildung dient.

Ziel der Seminare ist, die Theorie-Praxis-Spannung gruppenanalytisch zu untersuchen und zu diskutieren.

Die Seminare werden organisiert und geleitet durch Doris Wirth-Limmer (Bergtheim) und Georg Hess (Zürich) und Pieter Hutz (Berlin). Heribert Knott (Stuttgart) leitet die Gesamtgruppe.

Teilnehmerkreis
Das Postgraduate Seminar des SGAZ (Seminar für Gruppenanalyse Zürich) findet einmal im Jahr statt als Arbeitstreffen für GruppenanalytikerInnen Foulkes’scher Prägung. Ein formeller Abschluss ist für die Teilnahme nicht notwendig, hingegen ein Selbstverständnis, mit diesem Gruppenkonzept zu arbeiten.

Das Seminar als Forum
Das Seminar ist ein Begegnungsraum und Forum der fachlichen Auseinandersetzung, in dem die TeilnehmerInnen ihre Berufserfahrung, ihre jeweils unterschiedlichen Anwendungen der Gruppenanalyse und ihre Identität als GruppenanalytikerInnen reflektieren. Aus der Differenzierung entsteht Bewegung. Es hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit von GruppenanalytikerInnen aller grossen deutschsprachigen Gruppenanalytischen Ausbildungs-Institute (GRAS, IGA Heidelberg, Altaussee, Münster, SGAZ) entwickelt.

Getragen wird das Postgraduate Seminar vom SGAZ und geleitet von Gruppenanalytikern des SGAZ.

TeilnehmerInnen vorangegangener Seminare werden jeweils angefragt für Kurzvorträge, die als Denkanstösse dienen für eine gemeinsame Auseinandersetzung zum heutigen Stand gruppenanalytischen Arbeitens. So entsteht eine Kontinuität, die indes offen dafür ist, dass in jedem Jahr auch neue TeilnehmerInnen willkommen sind.

Kollegiale Supervision
In kleinen geleiteten Supervisionsgruppen haben alle TeilnehmerInnen Gelegenheit, Gruppen aus ihren Arbeitsfeldern oder ein Thema, das sie in der Praxis bewegt, vorzustellen und zu bearbeiten.

Veranstaltungshinweise anderer Organisationen

“VOM HÖREN UND WAHRNEHMEN”

Öffentliche Tagung zur überregionalen Fortbildung psychoanalytische Ausbildungssupervision – 11. und 12. November 2022, Klinikum Rechts der Isar, Ismaninger Str. 22, München, Hörsaal B

 

Öffentlicher Vortrag
Heribert Blass: Das erweiterte Feld der Supervision in der Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse
Moderation: Andreas Hamburger
Zeit: Freitag, 11.11.2022, 18.00 Uhr
Kosten: € 25,-, Studierende, Ausbildungsteilnehmer*innen € 20,-

Tagung
Vom Hören und Wahrnehmen
Zeit: Samstag, 12.11.2022, 09.00 – 17.30 Uhr
Kosten: € 120,-, Studierende, Ausbildungsteilnehmer*innen € 75,-

ANMELDUNG

Genauere Informationen zur Supervisionstagung entnehmen Sie bitte dem Flyer.

MODELLWERKSTATT “RESONANZ UND PASSUNG”

Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM)
18.-19. November 2022, Rehaklinik Glotterbad

 

Flyer zur Veranstaltung

6th GROUP ANALYTIC CONFERENCE
„Voices after Auschwitz“

2. – 4. Februar 2023, Zichron Ya’akov, Israel

Auschwitz symbolizes the worst dehumaniza­tion ever. For many of us, descendants of vic­tims and perpetrators, the Shoah’s impact is still present.

Our aim is to face the anguish which still moves us. In the previous conferences about 70 partici­pants from Germany, Austria, UK, Sweden, Fin­land, Switzerland, US, Serbia and Israel met to process uncontained emotions.

Experiences of anxiety, shame, guilt and anger were met and addressed. In the conference our identifications and dif­ficulties can be experienced and discussed through a combination of movies and participation in small and large groups. We share an effort to digest better the Shoah’s burdens. To contain the uncontainable together becomes an ongoing process which brings relief. Engaging with our transgenerational heritage we may encounter our parents’ and grandparents’ suffering, violence and unspeakable feelings in a more human way, which may be also more friendly for us. We have already found that this shared effort to cope with our delegations facilitates thinking and taking responsibility for our own destinies.

ln Zichron Ya’akov we hope to make a further step in our huge endeavor. All those burdened by the Shoah, those of us with and without Jewish and/or German heritage from all over the world are invited to participate.

Organizing Committee

Robi Friedman, Haifa
Marita Barthel-Rösing, Bremen
Marit Joffe Milstein, Tel Aviv
Regine Scholz, Düsseldorf

 

Flyer zur Veranstaltung

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